Sport ist längst mehr als Unterhaltung. Rund um Athleten, Vereine, Medienrechte, Technologie und Infrastruktur entsteht ein globales Wirtschaftsökosystem. LEGENDS ONE Europe will daraus eine strukturierte Investmentstrategie entwickeln. Mit dem Performance Bond 2026 bringt die Gruppe ein Finanzierungsinstrument auf den Markt, das einen festen Kupon mit einer möglichen erfolgsabhängigen Verzinsung verbindet.
- Sport entwickelt sich zum Investment-Ökosystem – Sport umfasst längst mehr als Vereine und Medienrechte. Sports-Tech, digitale Plattformen, Athletenmarken, Infrastruktur und Sport-Entertainment schaffen neue Geschäftsmodelle und potenzielle Investmentmöglichkeiten.
- LEGENDS ONE bündelt verschiedene Sportinvestments – LEGENDS ONE Europe setzt auf einen datenbasierten Auswahlprozess und ein Netzwerk aus Sportlern, Unternehmern und Branchenexperten. Geplant ist ein Portfolio von bis zu 15 Investments aus unterschiedlichen Bereichen des Sportmarktes.
- Performance Bond 2026 verbindet festen Kupon und mögliche Zusatzverzinsung – Der Performance Bond 2026 sieht einen festen Kupon von 5 % p.a. vor. Zusätzlich können abhängig von der Entwicklung des zugrunde liegenden Portfolios weitere Performance- und Upside-Zinsen entstehen. Maßgeblich sind die Anleihebedingungen und der Wertpapierprospekt.
Sport und Kapitalmarkt haben lange in unterschiedlichen Welten gespielt. Auf der einen Seite standen Vereine, Athleten, Sponsoren und Medienunternehmen, auf der anderen Banken, Fonds und institutionelle Investoren.
Diese Trennung beginnt sich aufzulösen.
Sports-Tech, digitale Medien, neue Sportformate, Athletenmarken und Sportinfrastruktur schaffen Geschäftsmodelle, die sich zunehmend auch aus der Perspektive von Investoren betrachten lassen. LEGENDS ONE Europe will an dieser Schnittstelle ansetzen und Sport als eigenständiges Investment-Ökosystem etablieren.
Im September 2026 hat die zur Gruppe gehörende Legends SPV 3 – Sport Asset Finance AG & Co. KG dazu den Performance Bond 2026 aufgelegt. Das geplante Emissionsvolumen beträgt bis zu 100 Millionen Euro. Der Bond läuft bis 2034 und sieht einen festen Kupon von 5,00 Prozent pro Jahr vor. Zusätzlich können – abhängig von der Entwicklung des zugrunde liegenden Portfolios – ein Performance- und ein Upside-Zins hinzukommen.
Damit steht nicht nur ein neues Finanzprodukt im Mittelpunkt. Dahinter steckt eine größere These: Sport könnte sich von einem klassischen Konsum- und Medienmarkt zu einem zunehmend strukturierten Investmentmarkt entwickeln.
Sport ist mehr als ein einzelnes Investment
LEGENDS ONE Europe betrachtet Sport ausdrücklich nicht als eine homogene Anlageklasse.
Auf der Unternehmenswebsite wird das Sportökosystem in unterschiedliche Bereiche unterteilt. Dazu zählen Sportunternehmen und Marken, Medien- und Content-Plattformen, Technologie- und Datenlösungen sowie Infrastruktur und Sport-Living-Konzepte.
Diese Unterscheidung ist entscheidend. Denn die wirtschaftlichen Treiber sind unterschiedlich.
Bei einem Sports-Tech-Unternehmen können Software, Daten oder künstliche Intelligenz im Vordergrund stehen. Bei Medienplattformen geht es um Reichweite und die Vermarktung von Inhalten. Sportmarken können von globaler Skalierbarkeit profitieren, während Infrastruktur stärker von langfristigen Investitionen in reale Vermögenswerte geprägt ist.
Für LEGENDS ONE entsteht daraus kein einzelnes Sportinvestment, sondern ein Portfolio verschiedener Teilbereiche des Sportökosystems.
Das Unternehmen beschreibt Sport entsprechend nicht als ein einzelnes Investment, sondern als eine Vielzahl unterschiedlicher Investmentbereiche.
Ein Markt zwischen Emotion, Technologie und Kapital
Warum Sport für Investoren interessant sein könnte, liegt nicht allein an den Umsätzen.
Sport verbindet eine hohe emotionale Bindung mit internationaler Reichweite. Vereine, Ligen und Athleten verfügen über Communities, die über Ländergrenzen hinweg funktionieren. Neue Medien und Technologien verändern gleichzeitig die Art, wie Fans Sport konsumieren und wie Unternehmen mit ihnen interagieren.
LEGENDS ONE Europe verweist auf diese Kombination aus Emotionalität, globaler Skalierbarkeit und technologischer Entwicklung als wesentliche Treiber des Marktes. Die Website nennt unter anderem Prognosen zur Entwicklung der globalen Sportwirtschaft sowie zu Sponsoring und Medienrechten. Diese Zahlen sind als Unternehmensangaben beziehungsweise als von LEGENDS ONE herangezogene Marktprognosen einzuordnen.
Interessant ist weniger die einzelne Prognose als die dahinterliegende Entwicklung:
Der Wert des Sports entsteht zunehmend auch außerhalb des eigentlichen Wettbewerbs.
Daten, digitale Plattformen, Fan-Communities, Streaming, E-Commerce, Athletenmarken und neue Sportformate erweitern die Wertschöpfung.
Sports-Tech verändert die Wertschöpfung
Einer der Bereiche, auf die LEGENDS ONE Europe besonders stark blickt, ist Sports-Tech.
Auch Patrick Becker, CEO der LEGENDS ONE Europe AG, nennt im Gespräch mit dem Anleihen Finder Digitalisierung und künstliche Intelligenz als wichtige Treiber. Daneben verweist er auf Medienrechte, Frauensport und Sporttourismus.
Das eröffnet ein breites Spektrum.
Technologie kann beispielsweise Training und Leistungsdiagnostik verändern, Daten können neue Geschäftsmodelle ermöglichen und digitale Plattformen können die Beziehung zwischen Sportlern, Vereinen und Fans neu organisieren.
Für Investoren entsteht dadurch ein Bereich, der teilweise eher an klassische Technologie- oder Wachstumsinvestments erinnert als an traditionelle Sportfinanzierung.
Der Athlet wird zum Unternehmer
Parallel verändert sich die Rolle der Sportler.
Spitzensportler sind längst nicht mehr ausschließlich Leistungsträger auf dem Spielfeld. Viele bauen eigene Marken auf, investieren in Unternehmen oder werden selbst zu Unternehmern.
Für LEGENDS ONE ist dieses Netzwerk ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells.
Patrick Becker beschreibt den Sport als eine Branche, in der persönliche Kontakte und Vertrauen eine besonders große Rolle spielen. Das Netzwerk der Gruppe soll deshalb nicht nur Zugang zu Investmentmöglichkeiten ermöglichen, sondern auch Branchenwissen und operative Kontakte liefern.
Der Anspruch geht damit über die Rolle eines klassischen Kapitalgebers hinaus.
Kapital allein reicht nicht
Genau hier sieht LEGENDS ONE einen Unterschied zu klassischen Private-Equity- oder Venture-Capital-Investoren.
Nach Darstellung von Patrick Becker soll die Kombination aus datenbasierter Analyse und Zugang zum Sportmarkt den entscheidenden Mehrwert liefern. Unternehmen sollen neben Kapital auch Netzwerk, Sichtbarkeit und Zugang zu einer sportaffinen Community erhalten.
Die Website beschreibt den Investmentansatz ähnlich: Im Mittelpunkt stehen systematische Auswahlprozesse, reale Vermögenswerte und definierte Investmentstrukturen. Ziel seien skalierbare Unternehmen aus Bereichen wie Technologie, Medien, Lifestyle und Infrastruktur.
Damit entsteht ein hybrider Ansatz zwischen Finanzinvestor, Branchenplattform und Netzwerk.
Wie LEGENDS ONE Investments auswählt
Der Investmentprozess beginnt laut Becker mit Markt- und Trendanalysen.
Ausgehend von einer datenbasierten Analyse wird zunächst ein Spektrum potenziell interessanter Unternehmen identifiziert. Anschließend folgen persönliche Gespräche, Informationsaustausch und eine Due-Diligence-Prüfung. Erst danach soll die eigentliche Auswahl erfolgen.
Auf der Website beschreibt LEGENDS ONE einen vergleichbaren, selektiven Ansatz. Im Fokus stehen skalierbare Geschäftsmodelle sowie Unternehmen, die durch Kapital, Netzwerk und operative Unterstützung weiterentwickelt werden können. Als mögliche Exit-Strategien nennt das Unternehmen den Verkauf oder einen Börsengang.
Für den Performance Bond ist dieser Auswahlprozess besonders relevant. Denn die wirtschaftliche Entwicklung des Portfolios bildet die Grundlage für die mögliche zusätzliche Verzinsung.
Warum Wandelanleihen eine zentrale Rolle spielen
LEGENDS ONE will bevorzugt über Wandelanleihen in Portfoliounternehmen investieren.
Das Instrument verbindet Elemente von Fremd- und Eigenkapital. Zunächst entstehen laufende Zinszahlungen. Gleichzeitig besteht – abhängig von den jeweiligen Bedingungen – die Möglichkeit, sich über das Wandlungsrecht an der Entwicklung eines Unternehmens zu beteiligen.
Genau diese Kombination spielt für den Investmentansatz von LEGENDS ONE eine zentrale Rolle.
Patrick Becker beschreibt sie als Möglichkeit, laufende Zahlungsströme mit einer späteren Beteiligung an Wertsteigerungen zu verbinden. Die Zinseinnahmen aus den Portfoliounternehmen sollen dabei unter anderem zur Finanzierung der Zahlungen an die Bondinvestoren beitragen.
Damit wird die geplante Struktur deutlich:
Anleihe → Sportportfolio → laufende Erträge und mögliche Wertsteigerungen → mögliche zusätzliche Verzinsung des Bonds.
Performance Bond 2026: So funktioniert die Struktur
Der Performance Bond 2026 hat ein maximales Emissionsvolumen von 100 Millionen Euro und läuft bis zum 31. August 2034. Der feste Kupon beträgt 5,00 Prozent pro Jahr und soll quartalsweise ausgezahlt werden. Nach den Angaben im Interview ist am Ende der Laufzeit eine Rückzahlung zu 100 Prozent des Nominalbetrags vorgesehen.
Darüber hinaus sieht die Struktur eine erfolgsabhängige Komponente vor.
Nach Darstellung von Patrick Becker soll ein etwaiger Überschuss zunächst dazu verwendet werden, einen zusätzlichen Performance-Zins von bis zu 7 Prozent pro Jahr über die Laufzeit zu erreichen. Sollte darüber hinaus ein Gewinn verbleiben, sollen die Anleihegläubiger davon 80 Prozent als Upside-Zins erhalten. Eine Obergrenze für diesen Upside-Zins nennt Becker nicht. Die konkrete Berechnung ist den Anleihebedingungen beziehungsweise dem Wertpapierprospekt zu entnehmen.
Das unterscheidet den Bond von einer klassischen Anleihe mit ausschließlich festem Kupon.
Gleichzeitig bedeutet die erfolgsabhängige Komponente, dass ein Teil der möglichen zusätzlichen Rendite von der wirtschaftlichen Entwicklung des zugrunde liegenden Portfolios abhängt.
Bis zu 15 Investments geplant
Mit dem Emissionserlös soll ein Portfolio von bis zu 15 Sportinvestments aufgebaut werden.
Nach Angaben von Patrick Becker hat LEGENDS ONE bereits rund 20 potenzielle Zielunternehmen identifiziert. Diese kommen unter anderem aus den Bereichen Sport-Entertainment, Sport-Infrastruktur und Sports-Tech. Einige Unternehmen seien bereits Gegenstand von Absichtserklärungen, sogenannten Letters of Intent.
Der überwiegende Teil dieser Unternehmen ist laut Becker nicht am Kapitalmarkt präsent.
Damit liegt ein wesentlicher Teil der Investmentthese gerade in der Erschließung eines Marktes, der klassischen Privatanlegern bislang nur eingeschränkt zugänglich ist.
Vom einzelnen Sportasset zum diversifizierten Portfolio
Die geplante Zahl von bis zu 15 Investments hat noch eine weitere Bedeutung.
Sport ist heterogen. Ein Technologieunternehmen unterliegt anderen Risiken als eine Medienplattform oder ein Infrastrukturprojekt. Ein Portfolio aus unterschiedlichen Bereichen kann deshalb eine breitere Abbildung des Sportökosystems ermöglichen als ein einzelnes Investment.
LEGENDS ONE spricht auf seiner Website entsprechend von einem breit angelegten Ansatz über verschiedene Bereiche des Sportmarktes.
Dabei sollte allerdings zwischen Diversifikation und Risikofreiheit unterschieden werden. Auch ein diversifiziertes Portfolio kann erheblichen unternehmerischen, marktbezogenen und strukturellen Risiken ausgesetzt sein.
Digitalisierung des Investmentprozesses
Eine weitere Säule der Strategie ist die Digitalisierung.
LEGENDS ONE Europe beschreibt einen digital organisierten Prozess von der Zeichnung bis zur Anlegerverwaltung. Verträge, Reporting-Informationen und Dokumente sollen zentral digital verfügbar sein. Darüber hinaus beschreibt das Unternehmen die geplante elektronische Verbriefung der Sports Performance Bonds.
Damit verbindet LEGENDS ONE zwei Entwicklungen:
die Professionalisierung des Sportmarktes und die Digitalisierung des Kapitalmarktes.
Für eine jüngere Investmentgeneration könnte die digitale Zugänglichkeit eine Rolle spielen. Gleichzeitig steigen damit die Anforderungen an technische Infrastruktur, Datenschutz, regulatorische Prozesse und nachvollziehbares Reporting.
Transparenz wird zum entscheidenden Faktor
Je stärker Sport und Kapitalmarkt zusammenwachsen, desto wichtiger wird Transparenz.
Ein Anleger muss nachvollziehen können, welche Assets hinter einem Investment stehen, wie diese bewertet werden und welche Ertragsquellen vorhanden sind.
LEGENDS ONE Europe verweist auf seiner Website unter anderem auf Bewertungen durch unabhängige Wirtschaftsprüfer und eine NAV-Ermittlung. Zudem soll das Reporting Informationen über die Entwicklung der Assets sowie Erträge und Cashflows liefern.
Für den Performance Bond selbst sind dagegen die jeweiligen Wertpapierbedingungen und der Prospekt entscheidend. Unternehmensdarstellungen auf der Website können diese rechtlich maßgeblichen Dokumente nicht ersetzen.
Kein klassischer Börsenbond
Eine Besonderheit des Performance Bond 2026: Ein Börsenhandel ist derzeit nicht vorgesehen.
Patrick Becker begründet dies mit der langfristigen Ausrichtung der Anleihe. Die mögliche zusätzliche Verzinsung wird am Ende der Laufzeit berechnet. Anleger, die vorzeitig verkaufen möchten, müssen daher nach Angaben des Unternehmens auf außerbörsliche Möglichkeiten zurückgreifen.
Das ist für Anleger ein wichtiger struktureller Punkt.
Denn die lange Laufzeit bis 2034 und das Fehlen eines regulären Börsenhandels unterscheiden das Produkt deutlich von kurzfristig handelbaren Unternehmensanleihen.
Sport als emotionales Investment – und als Kapitalmarktprodukt
Die besondere Herausforderung des Sportmarktes liegt in seiner Emotionalität.
Fans identifizieren sich mit Vereinen, Athleten und Marken. Diese emotionale Bindung kann wirtschaftlich wertvoll sein. Für ein Investment reicht sie jedoch nicht aus.
Ein Sportinvestment muss letztlich genauso Fragen beantworten wie andere Kapitalanlagen: Wie tragfähig ist das Geschäftsmodell? Wie groß ist der adressierbare Markt? Wie sieht die Finanzierung aus? Welche Cashflows entstehen? Welche Bewertung liegt zugrunde? Und wie realistisch ist ein späterer Exit?
LEGENDS ONE versucht, diese beiden Ebenen miteinander zu verbinden: die emotionale Kraft des Sports und die Systematik professioneller Investmentprozesse.
Die nächste Entwicklungsstufe: Sport als Investmentökosystem
Die langfristige Vision von LEGENDS ONE geht über den Performance Bond hinaus.
Patrick Becker beschreibt im Interview das Ziel, LEGENDS ONE in den kommenden Jahren zu einer internationalen Plattform für Sportinvestments und die Vernetzung von Unternehmen, Sportlern und Investoren auszubauen. Dazu sollen neben Finanzprodukten auch eigene Veranstaltungen und eine Community gehören.
Auch die Website folgt diesem Gedanken: Investoren, Sportler, Unternehmen und Fans sollen stärker miteinander verbunden werden.
Die Grenze zwischen Fan, Investor und Unternehmer könnte dadurch zunehmend verschwimmen.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob Sport wirtschaftlich relevant ist
Dass Sport ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, steht kaum zur Debatte.
Die spannendere Frage lautet deshalb:
Lässt sich dieser wirtschaftliche Wert in investierbare Strukturen übersetzen?
Genau hier liegt die These von LEGENDS ONE.
Die Gruppe versucht, aus einem heterogenen Markt eine strukturierte Investmentstrategie zu entwickeln. Statt ausschließlich in Vereine oder Sportrechte zu investieren, stehen Unternehmen und Geschäftsmodelle aus unterschiedlichen Bereichen des Sportökosystems im Fokus.
Der Performance Bond 2026 ist ein konkreter Baustein dieser Strategie.
Ob sich Sport damit tatsächlich dauerhaft als eigenständige Assetklasse etabliert, wird sich nicht an Marketingbotschaften entscheiden, sondern an der Entwicklung der zugrunde liegenden Unternehmen, der Qualität der Investments, den erzielten Cashflows und den späteren Exits.
FAQ: Sport als Assetklasse und Performance Bond 2026
Was bedeutet „Sport als Assetklasse“?
Der Begriff beschreibt den Ansatz, Sport nicht ausschließlich als Unterhaltungs- oder Mediengeschäft zu betrachten, sondern als wirtschaftliches Ökosystem mit unterschiedlichen investierbaren Unternehmen, Geschäftsmodellen und Vermögenswerten. Dazu können beispielsweise Sports-Tech, Medien, Sportmarken, Infrastruktur und digitale Plattformen gehören.
Warum könnte Sport für Investoren interessant sein?
Sport verbindet globale Reichweite, starke Marken, hohe Fanbindung und verschiedene Geschäftsbereiche. Digitalisierung, Streaming, künstliche Intelligenz, neue Sportformate und die zunehmende Professionalisierung von Athleten schaffen zusätzliche wirtschaftliche Aktivitäten.
Was ist der Performance Bond 2026?
Der Performance Bond 2026 ist eine Anleihe der Legends SPV 3 – Sport Asset Finance AG & Co. KG. Das maximale Emissionsvolumen beträgt 100 Millionen Euro. Die Laufzeit endet am 31. August 2034. Vorgesehen ist ein fester Kupon von 5 Prozent p.a. sowie eine mögliche zusätzliche erfolgsabhängige Verzinsung.
Wie funktioniert die mögliche zusätzliche Verzinsung?
Nach Angaben von LEGENDS ONE kann neben dem festen Kupon ein zusätzlicher Performance-Zins von bis zu 7 Prozent p.a. entstehen. Darüber hinaus ist ein Upside-Zins vorgesehen, über den Anleihegläubiger an einem darüber hinausgehenden Überschuss beteiligt werden können. Die genaue Berechnung richtet sich nach den maßgeblichen Anleihebedingungen.
In welche Unternehmen will LEGENDS ONE investieren?
Geplant ist ein Portfolio von bis zu 15 Unternehmen. Im Fokus stehen laut LEGENDS ONE unter anderem Sports-Tech, Sport-Entertainment, Medien, Infrastruktur und weitere Geschäftsmodelle innerhalb des Sportökosystems.
Welche Rolle spielen Athleten bei LEGENDS ONE?
Athleten sollen nicht nur als Markenbotschafter betrachtet werden. Ihr Branchenwissen, ihre Kontakte und ihre unternehmerische Erfahrung sollen Teil des LEGENDS-ONE-Netzwerks sein. Damit sollen Sportexpertise und Investmentkompetenz miteinander verbunden werden.
Warum setzt LEGENDS ONE auf Wandelanleihen?
Wandelanleihen können Elemente von Fremd- und Eigenkapital verbinden. Sie ermöglichen laufende Zinszahlungen und können unter bestimmten Bedingungen eine spätere Beteiligung an der Entwicklung eines Unternehmens ermöglichen. Für LEGENDS ONE sind sie deshalb ein wichtiges Instrument beim Aufbau des Sport-Investmentportfolios.
Ist der Performance Bond 2026 eine risikofreie Geldanlage?
Nein. Eine Anleihe ist grundsätzlich mit Risiken verbunden. Auch ein fester Kupon bedeutet nicht, dass das Investment risikofrei ist. Die wirtschaftliche Entwicklung der zugrunde liegenden Investments, die Struktur des Emittenten und weitere Faktoren können die tatsächliche Wertentwicklung beeinflussen.
Kann der Performance Bond 2026 an der Börse gehandelt werden?
Nach den Angaben von LEGENDS ONE ist derzeit kein Börsenhandel vorgesehen. Eine vorzeitige Veräußerung kann daher eingeschränkt sein. Die konkreten Bedingungen sollten dem Wertpapierprospekt und den Anleihebedingungen entnommen werden.
Fazit: Wenn Sport und Kapitalmarkt zusammenwachsen
Der Sportmarkt befindet sich in einer Phase des Wandels.
Technologie, Digitalisierung, Streaming, neue Medienformate, globale Athletenmarken und veränderte Fan-Interaktionen erweitern die klassische Wertschöpfung. Gleichzeitig wächst das Interesse an Investments, die näher an realen Unternehmen und neuen Wachstumsfeldern liegen.
LEGENDS ONE Europe setzt genau hier an.
Der Ansatz verbindet Sportnetzwerk, Branchenwissen, datenbasierte Unternehmensanalyse und strukturierte Finanzierungsinstrumente. Der Performance Bond 2026 soll daraus ein investierbares Portfolio mit bis zu 15 Sportinvestments entstehen lassen.
Die eigentliche Idee liegt damit möglicherweise weniger in einem einzelnen Finanzprodukt als in der Perspektive dahinter:
Sport wird nicht mehr nur als Spiel, Unterhaltung oder Mediengeschäft betrachtet – sondern als wirtschaftliches Ökosystem mit unterschiedlichen investierbaren Geschäftsmodellen.
Ob daraus eine etablierte Assetklasse entsteht, muss der Markt zeigen. Die Voraussetzungen dafür werden jedoch gerade neu definiert.
Hinweis für Anleger
Der Performance Bond 2026 ist eine Kapitalmarktanlage und mit entsprechenden Risiken verbunden. Die genannten Zinskomponenten und Rückzahlungsbedingungen ergeben sich aus den maßgeblichen Anleihebedingungen und dem Wertpapierprospekt. Die Darstellung auf den Websites von LEGENDS ONE Europe und Anleihen Finder ersetzt keine individuelle Anlageberatung. Potenzielle Anleger sollten vor einer Investitionsentscheidung die vollständigen Angebots- und Risikounterlagen prüfen.
